CBD-Öl und THC – frei von Nebenwirkungen?

Wer sich mit den Themen CBD-Öl und THC  beschäftigt, stößt schnell auf vielerlei Informationen über den positiven Effekt auf den menschlichen Organismus. Zu Recht fragen sich allerdings auch immer mehr skeptische Anwender, ob in diesem Bereich der alternativen Medizin bzw. Nahrungsergänzung auch mit negativen Effekten oder gar Nebenwirkungen durch die Einnahme zu rechnen ist.

CBD-Öl ist sicher, aber nicht frei von Nebenwirkungen

Generell gilt CBD bzw. das verwandte THC als populärstes Cannabinoid überhaupt. Aus diesem Grund ist es nicht nur im Hinblick auf seine Wirksamkeit, sondern auch bezüglich seiner Nebenwirkungen recht gut erforscht. Gerade in Form des beliebten CBD-Öls wird dem Arzneimittel nachgesagt, dass es relativ sicher sei. Nur wenige Nebenwirkungen sind bisher bekannt. Hierbei handelt es sich ausschließlich um leichte negative Wirkungen, welche keinesfalls ein ernstes Risiko für Leib und Leben darstellen. Die Einnahme von CBD-Öl kann aber verantwortlich dafür sein, dass andere Arzneimittel nicht mehr so gut wirken. Das liegt daran, dass sich Cannabinoide auf den körpereigenen Arzneistoffwechsel auswirken können Deshalb sollte man die Einnahme vorab mit dem Hausarzt besprechen. Wer unter Parkinson leidet, kann ein erhöhtes Zittern der Gliedmaßen feststellen, wenn er CBD-Öl konsumiert hat. Zu den weiteren Nebenwirkungen von THC und Co. zählt ein trockenes Gefühl im Mund und eine akute Schläfrigkeit. Außerdem kann ein niedriger Blutdruck durch die Einnahme ausgelöst werden. Dieses Phänomen hält in der Regel nur sehr kurz an und reguliert sich in den meisten Fällen von selbst. Manche Anwender stellen zudem eine leichte Benommenheit fest.

THC und CBD: Hier gibt es wichtige Unterschiede

Sowohl THC als auch CBD sind bereits seit einiger Zeit in aller Munde. Während das Cannabinoid THC vor allem im Zusammenhang mit dem Drogenkonsum bekannt geworden ist, wird CBD ausschließlich zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Die beiden Substanzen unterscheiden sich vor allem im Hinblick auf ihren chemischen Aufbau und in Bezug auf  ihre Wirkung auf den menschlichen Körper. Nebenwirkungen des THC sind größtenteils von den Konsumenten erwünscht: Das typische Gefühl des “High-Seins” wird ausgelöst durch die Bindungen an die sogenannten CB1-Rezeptoren im menschlichen Gehirn. Diese Nebenwirkungen bleiben beim CBD gänzlich aus. Stattdessen können Anwender von entzündungshemmenden und beruhigenden Eigenschaften profitieren. CBD hat generell weitaus weniger Nebenwirkungen als das eng verwandte THC.

Unbedenklichkeit von CBD durch viele Studien bestätigt

Viele Studien deuten darauf hin, dass sich Cannabidiol (CBD) fast ausschließlich positiv auf Körper und Psyche des Menschen auswirkt. Hierbei spielten die richtige Dosierung oder der Anwendungsfall eher eine untergeordnete Rolle. Der Konsum des CBD-Öls gilt daher weitestgehend als sicher – und das sowohl für Menschen als auch für Tiere. Wichtige körperliche Parameter, wie zum Beispiel die Herzfrequenz, bleiben durch den Konsum gänzlich unberührt. Auch die Körpertemperatur verändert sich nicht. Einige Nebenwirkungen können dennoch – in seltenen Fällen – direkt nach der Einnahme auftreten.

Die Nebenwirkungen von Cannabidiol (CBD) im Detail

Die akute Hemmung des Arzneistoffwechsels ist eine der Nebenwirkungen, welche nur bestimmte Personengruppen betrifft. Wer Psychopharmaka, blutdrucksenkende Mittel oder andere Arzneien einnimmt, sollte den Konsum von CBD unbedingt mit seinem Arzt abklären. CBD kann in einigen Fällen mit anderen Wirkstoffen interagieren und diese in der Folge beeinflussen oder außer Kraft setzen. Die Ursache für diesen Effekt ist die Tatsache, dass CBD  sich auf Enzyme in der Leber auswirken kann. Ist die Dosierung sehr hoch, wird die Aktivität dieser Enzyme vorübergehend ausgeschaltet und die Verarbeitung der Medikamente beeinflusst. Speziell Parkinson Patienten sollten CBD nicht ohne vorherige Absprache mit ihrem behandelnden Arzt einnehmen. Trotz der potenziell positiven Wirkung auf die Betroffenen kann es hier zu speziellen Nebenwirkungen kommen. Das typische Zittern kann in einigen Fällen verschlimmert statt verbessert werden. Die besonders leichten Nebenwirkungen wie ein trockener Mund und Schläfrigkeit treten nur in seltenen Fällen auf. CBD kann die körpereigene Produktion des Speichels hemmen. Das liegt in erster Linie an den sogenannten submandibulären Drüsen, welche für die Produktion der Flüssigkeit zuständig sind. Werden diese Rezeptoren aktiviert, so fühlt sich der Mund trocken an. Speziell die Schläfrigkeit gilt heute als ein umstrittener Punkt. Sie ist kaum bewiesen. Dennoch sollten bei akuter Müdigkeit keine Maschinen bedient werden und auf das Autofahren verzichtet werden.

CBD mit Bedacht einnehmen, um Nebenwirkungen  zu vermeiden

Wer Nebenwirkungen bei der Einnahme von CBD-Öl vermeiden möchte, sollte die Dosis entsprechend gering halten. Anders als das verwandte THC macht CBD die Konsumenten allerdings nicht high und wirkt sich nicht toxisch auf menschliche oder tierische Zellen aus. Das bedeutet konkret, dass auch bei einer höheren Dosierung nicht mit starken oder gar lebensbedrohlichen Nebenwirkungen zu rechnen ist. Verlässliche Langzeitstudien gibt es allerdings noch nicht. Daher sollte CBD-Öl im Zweifel wohl dosiert eingenommen werden.