Gras für Frauen: Eine schmerzfreie Periode dank Cannabis

Viele Frauen haben mit schmerzhaften Beschwerden während ihrer Menstruation zu kämpfen. Wo auch Wärmflaschen, Sport und Kamillentees nicht helfen wollen, kann laut einigen Studien der Konsum von Cannabis der Schlüssel zu einer schmerzfreien Periode sein. In diesem Artikel wird erklärt, wie Marihuana gegen Menstruationsbeschwerden wirkt.

 

Cannabis gegen Menstruationsbeschwerden – eine lange Geschichte

Die weibliche Cannabispflanze wird seit vielen Jahrhunderten als Heilpflanze genutzt. Zwar liefert die moderne Forschung aufgrund der langen Illegalität der Blüten noch wenig Erkenntnisse, verschiedene Studien kommen aber zu dem Ergebnis, dass medizinisches Cannabis bei der Linderung von Regelschmerzen sehr hilfreich ist. Darüber hinaus wurde Marihuana bereits im 17. Jahrhundert gegen Menstruationsbeschwerden eingesetzt. Damals wurde es Frauen in Form von Dysmenin, einem cannabisbasierten Sirup, verabreicht, um Zustände von nervöser Hysterie und Krämpfe zu bekämpfen. Im 19. Jahrhundert wurde Königin Victoria Cannabis in Form von Spritzen verschrieben, um sie von ihren lästigen Regelschmerzen zu befreien.

 

Vielfältiges Angebot an Cannabis-Präparaten

Wer eine Alternative zu den konventionellen Medikamenten im Fall von Regelschmerzen sucht, kann aus verschiedenen Cannabis-Produkten wählen. In den USA erfreuen sich die sogenannten Nugs of Weed, welche ähnlich wie Tampons funktionieren, großer Beliebtheit. Außerdem werden Vaginalzäpfchen angeboten, ein Drei-Komponenten-Produkt aus Bio-Kakaobutter, CBD-Isolat und CO2 destilliertem THC-Öl. Das Medikament trägt zur Entspannung der Muskeln bei und wirkt gegen die schmerzhaften Krämpfe während der Menstruation. Gegen die prämenstruelle Brustschwellung und Empfindlichkeit sind infundierte Cannabis-Cremes als örtliche Anwendung erhältlich. Die entzündungshemmende Wirkung von Marihuana wird von Körpercremes genutzt, die neben ihrem Cannabisanteil auch Lavendel und Kamille beinhalten. Diese Creme hilft dabei, Spannungen im Körper betroffener Frauen zu lösen und ihre Menstruation schmerzfreier zu gestalten.

 

Auswirkungen von Cannabis auf den Menstruationszyklus

Neben der schmerzlindernden Funktion von medizinischem Marihuana kann der Konsum während der Periode die Stimmung heben und das Bewusstsein anregen. Ein regelmäßiger Cannabiskonsum wirkt sich jedoch in manchen Fällen negativ auf die Menstruation aus, nicht selten wird die Periode verkürzt, tritt unregelmäßig auf oder wird ausgelassen. Der Grund für dieses Phänomen ist die Wirkung der Komponente THC auf den menschlichen Hormonhaushalt. Vor dem Cannabiskonsum während der Menstruation bietet es sich an, mit einem Arzt über mögliche Folgen zu sprechen und die ideale Cannabissorte auszuwählen. Die Komponente CBD wirkt sich wohl nicht auf Fruchtbarkeit und Zyklus aus, sodass auch auf Präparate mit wenig THC-Anteil und dafür hohem CBD-Anteil zurückgegriffen werden kann.