Cannabis könnte ein Chance sein für Patienten mit ADHS & ADS

Cannabishaltige Medikamente haben sich zu einer möglichen Behandlungsform von ADHS entwickelt.

Bei ADHS handelt es sich um einen Zustand, der durch Unaufmerksamkeit oder Hyperaktivität oder durch beides gemeinsam definiert wird. Die Ursache dieser Verhaltensauffälligkeit liegt in der Dysfunktion des Endocannabinoid-Systems des Körpers. Daher bietet Cannabis hierfür eine Behandlungsmöglichkeit.
Schon seit Jahren ist Cannabis für seine beruhigende Wirkung bekannt. Wenn man Verhaltensformen wie ADS und ADHS betrachtet, scheint Cannabis daher ideal für die betroffenen Personen zu sein.
Außerdem hilft Cannabis bei zahlreichen weiteren Erkrankungen. Aufgrund bestimmter chemischer Verbindungen in der Cannabispflanze interagiert sie mit spezifischen Rezeptoren im menschlichen Körper.. Diese Rezeptoren umfassen auch das Endocannabinoid-System (ECS). Bevor man jedoch eine konkrete Schlussfolgerung ziehen kann, sind weitere detailliertere Untersuchungen notwendig.
Wenn es um die Behandlung von ADS und ADHS geht, spielt das Endocannabinoid-System eine grundlegende Rolle.
Das exakte Funktionieren der Rezeptoren CB2 und CB1 ist für eine einwandfreie kognitive Leistung und Funktion erforderlich. Sollte dieses System aus dem Gleichgewicht geraten, treten Symptome von ADS und ADHS auf.

 

Was sind ADS und ADHS?

Bei ADHS handelt es sich um eine Hyperaktivitätsstörung, die meist Kinder betrifft. Hiervon sind in Deutschland jährlich mehr als 6 Millionen Kinder betroffen. Der Zustand ist definiert durch driftenden Fokus, störendes Verhalten im Unterricht, Konzentrationsschwierigkeiten und mangelnde Aufmerksamkeit. Diese Störung kann auch bei Erwachsenen noch diagnostiziert werden.
Cannabis als Behandlung von ADHS und ADS
Es gibt Patienten, bei denen herkömmliche Medikamente wegen diverser Nebenwirkungen, wie Depressionen, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit u.a. nicht verwendet werden können. Falls sie es versuchen, kann es passieren, dass sie schnell wieder aufgeben und andere Behandlungsmöglichkeiten suchen. Einige Personen finden dann Erleichterung darin, sich selbst mit Cannabis zu behandeln. Die Anwendung von Cannabis kann diversen Studien zufolge bei der Reduzierung von Impulsivität und Hyperaktivität helfen. So kann die Unruhe reduziert und der Aufmerksamkeitsfokus erhöht werden.

 

Mögliche Nebenwirkungen bei der Cannabis-Selbstmedikation

Obwohl Cannabis eine Form der Behandlung von ADHS sein könnte, sollte man die Verwendung genauer betrachten. Die Betroffenen entwickeln häufig Suchtproblematiken, was im Endeffekt zu einer Abhängigkeit führen kann. Dieses betrifft besonders Jugendliche, die nach Selbstmedikationen mit hoher Wahrscheinlichkeit abhängig werden.
Im Teenageralter kann starker Cannabiskonsum außerdem weitere tiefgreifende Nebenwirkungen nach sich ziehen. Da sich das Gehirn noch bis zum 25. Lebensjahr entfaltet, kann Cannabiskonsum vor dieser Zeit ausgesprochen gefährlich für die geistige Entwicklung sein. Hier ist besonders das Demotivationssyndrom zu nennen, das dazu führt, dass die Jugendlichen einen Teil ihres Antiebs zu Lernen und Neues zu erkunden verlieren.

 

Mikrodosierung als Ausweg

Einige Wissenschaftler sehen in einer Mikrodosierung den besten Weg zur Medikamentation, insbesondere für Jugendliche, die Neues entdecken möchten. Mit einer winzigen Cannabis-Menge können die psychoaktiven Effekte entweder subtil oder gar nicht auftreten. Kleine Cannabis-Mengen können Menschen helfen ihren Fokus zu erhöhen.
Wenn man sich selbst mit Cannabis behandeln möchte, sollte man größte Vorsicht walten lassen, da es verschiedene Sorten von Cannabis mit unterschiedlichen therapeutischen und psychoaktiven Wirkungen gibt.

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